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AktuellesIndustriekletterer zwischen Stahlträgern
Industriekletterer in Berlin beim Klettern in einer Stahlträgerstruktur

Industriekletterer zwischen Stahlträgern

Müller&Sohn - Industrieklettern

Wenn nichts mehr geht und alle Register gezogen sind - dann kommt unsere Seiltechnik zum Einsatz. In schwer zugänglicher Architektur finden unsere Industriekletterer immer einen Weg um an das gewünschte Ziel zu kommen.

Verschiedene Techniken finden dabei ihre Anwendung. In diesem Berliner Projekt wendeten unsere Kletterer den Vorstieg und das Traversieren an. Der Begriff Vorstieg kommt ursprünglich aus dem Bergsport und bedeutet soviel wie "das Vorangehen in eine Kletterroute". Der Begriff Traversieren bedeutet „etwas durchschreiten oder überqueren“.

Für den Vorstieg werden mehrere Bandschlingen um die massiven Stahlträger gezogen. Dabei wird jede Schlinge etwa eine Armlänge von der Anderen entfernt befestigt. Zu Beginn hängt sich unser Industriekletterer mit einem Karabinerhaken in die erste Schlinge und sichert sich mit einem zweiten Karabiner eine Armlänge weiter in einer zweiten Schlinge. Dann hängt sich der Kletterer mit einen dritten Karabiner ebenfalls in die zweite Schlinge und zieht sich an sie ran. Dann schiebt sich der Industriekletterer vor und befestigt eine dritte Schlinge um den Stahlträger und setzt seinen Karabiner mit seiner Sicherung darin ein. Er löst er sich aus der ersten Bandschlinge und hängt nun in Schlinge Zwei und Drei. Dieser Vorgang wird solange wiederholt, bis der Industriekletterer die gewünschte Strecke zurückgelegt und an seinem anvisierten Arbeitsort angekommen ist.

Der zweite Industriekletterer hat es nun leicht und kann die vorhandenen, eingebauten Bandschlingen verwenden und seinem Kollegen hinterherklettern.

Bandschlingen sind textile Schlingen und aus einem flach gewebten Gurt oder Schlauchband verarbeitet. Heutzutage kommen zum Klettern fast nur vernähte Bandschlingen zum Einsatz. Diese müssen die Norm EN 566 erfüllen und haben eine Mindestbruchlast von 22 kN. Das bedeutet, dass eine Bandschlinge bis zu 2200 kG trägt bevor sie zerreist. Die tatsächliche Nennbruchlast ist auf einem an der Naht angebrachten Schild angegeben. Unsere meist verwendeten Schlingen haben die typischen Längen von 30, 60, 120 und 240 cm und sind farblich von einander getrennt.

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